Wenn sich im Bett alles immer gleich anfühlt, liegt das meist an der Gewohnheit. Neue Stellungen sind eine einfache Art, Abwechslung und frische Reize hineinzubringen. Ihr müsst dafür keine Verrenkung lernen - Neugier reicht: Welche Perspektive fühlt sich für euch beide gut an?
Warum Abwechslung guttut
Wenn beide vorher wissen, wie der Abend abläuft, fehlt der Funke. Eine andere Stellung verändert Blickwinkel, Tiefe, Nähe und Tempo und kann dadurch ganz neue Empfindungen wecken. Schon der Wechsel an sich bringt Aufmerksamkeit zurück ins Spiel.
Klein anfangen
Ihr müsst nicht gleich das Komplizierteste versuchen. Oft reicht eine kleine Abwandlung des Vertrauten: ein Kissen unterlegen, die Beinhaltung ändern, von liegend zu sitzend wechseln. Solche Mini-Variationen verändern das Gefühl spürbar und fühlen sich nicht gleich nach “großem Projekt” an.
Fünf Klassiker und wofür sie gut sind
Ihr braucht keine Liste mit fünfzig Nummern - diese fünf decken schon sehr unterschiedliche Stimmungen ab:
- Löffelchen: Beide liegen auf der Seite, einer hinter dem anderen. Viel Hautkontakt, kaum Anstrengung - schön für verschlafene Morgende, müde Abende und alle Phasen, in denen der Bauch im Weg ist (mehr dazu in Sex in der Schwangerschaft).
- Reiterstellung: Sie sitzt oben und bestimmt Tempo, Tiefe und Winkel selbst. Das macht sie zur besten Wahl, wenn sie herausfinden will, was sich für sie richtig gut anfühlt - und er darf einfach mal genießen und zuschauen.
- Von hinten: Intensiv und tief, dafür ohne Blickkontakt. Das lässt sich ausgleichen: Hände, die den Rücken entlangfahren, eine Umarmung um die Taille, die Stimme am Ohr.
- Missionar mit Kissen unterm Becken: Der Klassiker, nur mit einem Kissen unter ihrem Po. Der veränderte Winkel trifft oft ganz andere Stellen - ein kleiner Trick mit großer Wirkung.
- Gegenübersitzen: Er sitzt, sie auf seinem Schoß, Gesicht zu Gesicht. Wenig Bewegung, viel Blickkontakt und Umarmung - wie gemacht für langsamen Sex.
Nähe und Tempo bewusst wählen
Manche Stellungen bringen viel Augenkontakt und Zärtlichkeit, andere mehr Intensität oder ein Spiel mit Führen und Loslassen. Überlegt, wonach euch gerade ist - nach Verbundenheit oder nach Abenteuer - und wählt danach. Wer das mit einem ausgedehnten Vorspiel verbindet, kommt entspannter und neugieriger an.
Redet und lacht dabei
Nicht jede neue Idee klappt auf Anhieb, und das ist Teil des Spaßes. Sagt einander, was sich gut anfühlt und was nicht, und nehmt kleine Missgeschicke mit Humor - wer zusammen lachen kann, probiert beim nächsten Mal umso entspannter weiter. Wenn dir das Reden im Moment schwerfällt, hilft Über Sex reden.
Auf den Körper achten
Was zwickt oder verkrampft, lenkt nur ab - egal, wie spektakulär es aussieht. Tastet euch heran und bleibt nur, solange es sich für beide gut anfühlt. Mit etwas Übung findet ihr die Varianten, die wirklich zu euch passen, statt einer Liste aus dem Internet hinterherzulaufen.
Teil eurer Entdeckungsreise
Neue Stellungen sind ein schöner Punkt für eure gemeinsame Sex-Bucket-List - und ein einfacher Weg gegen Langeweile im Bett. Bleibt neugierig, dann ergibt sich der Rest fast von selbst.
Häufige Fragen
Warum lohnt es sich, neue Stellungen auszuprobieren?
Eine andere Stellung verändert Blickwinkel, Tiefe, Nähe und Tempo und weckt dadurch neue Empfindungen. Wenn beide vorher wissen, wie der Abend abläuft, fehlt oft der Funke - schon eine kleine Änderung holt die Aufmerksamkeit zurück.Welche Stellungen eignen sich für Einsteiger?
Am leichtesten sind kleine Abwandlungen des Vertrauten, etwa ein Kissen unterm Becken, eine andere Beinhaltung oder der Wechsel von liegend zu sitzend. Bequeme Klassiker wie Löffelchen, Reiterstellung oder Gegenübersitzen decken schon sehr unterschiedliche Stimmungen ab, ganz ohne Akrobatik.Welche Stellung ist gut für viel Nähe?
Viel Hautkontakt bei kaum Anstrengung bietet das Löffelchen, bei dem beide auf der Seite liegen. Beim Gegenübersitzen sitzt sie auf seinem Schoß, Gesicht zu Gesicht, mit viel Blickkontakt und Umarmung bei wenig Bewegung.Von Melli & Max - wir sind ein echtes Paar und schreiben hier, was uns selbst weitergeholfen hat.